Facebook verklagt Nutzer wegen Vertuschung gefälschter Coronavirus-Nachrichten-Werbung und Krypto-Betrug

Facebook und Instagram reichten eine Klage gegen einen Nutzer ein, von dem sie behaupten, dass er einen Vertuschungsdienst betrieb, der es Anzeigen aus einer Reihe von Betrügereien ermöglichte, Anzeigenbewertungen für beide Plattformen zu durchlaufen.

Die Facebook-Vorwürfe und der Antrag auf Wiedergutmachung

In einer am 9. April vor dem Bundesgericht in San Francisco eingereichten Zivilklage beschuldigen Social-Media-Giganten Bassant Gaijar, LeadCloak, einen auf Werbeunterdrückung spezialisierten Software-Anbieter, betrieben zu haben.

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Laut der Beschwerde behauptet Facebook dies:

„Gaijars] Stealth-Dienste wurden u.a. dazu benutzt, irreführende Diätpillen und Arzneimittel, Krypto-Währungs-Investitionsbetrug und sogar Fehlinformationen über die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu fördern.

Die aktuelle Beschwerde fordert eine unbestimmte Summe an Erleichterungen sowie einen permanenten Gerichtsbeschluss, um Gaijar und seine Mitarbeiter von Facebook und Instagram fernzuhalten.

Was ist eine Vertuschung durch Werbung und was ein Verbrechen?

Die Tarnung ist ein Mittel, um die Leser einer Website zu identifizieren, oft anhand der IP-Adresse, Geolokalisierung oder URL, von der sie kamen, insbesondere um Analysten auf Websites wie Facebook aufzuspüren, die bestimmte Arten von Werbung verbieten. Durch die Tarnung erhalten diese Gutachter dann andere Informationen, als ein typischer Plattformbenutzer sehen würde, wenn ihm die gleiche Seite präsentiert wird.

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Da sich das Gesetz im Bereich der Fehlinformation in der Schwebe befindet, beschuldigen Facebook und Instagram Gaijar des Vertragsbruchs mit der Begründung, dass er ihre Nutzungsvereinbarungen unterzeichnet habe.

In der Beschwerde von Facebook wird behauptet, dass Gaijar seit 2006 mindestens vier verschiedene Profile verwendet habe. Zum Zeitpunkt der Pressekonferenz schien Gaijars Facebook-Seite nicht erreichbar zu sein. Im Gegensatz dazu ist die LeadCloak-Website zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch in Betrieb.

 

Betrugsanzeigen in sozialen Medien

Facebook und Instagram sowie soziale Medien im Allgemeinen hatten Schwierigkeiten, Fehlinformationen auf ihren Websites zu kontrollieren. Im Februar reichte der Milliardär Wissam al Mana eine Klage gegen Facebook ein und verlangte von der Plattform die Identifizierung der Personen, die hinter Anzeigen zum Verkauf von Bitcoin-Betrügereien unter Verwendung des Images von Mana standen.

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Im Januar erschienen auf Instagram wieder Anzeigen, die das Bild des britischen Investors Martin Lewis für Kryptomoney-Betrügereien nutzten, nachdem Lewis einen Rechtsstreit gegen Facebook wegen ähnlicher Probleme beigelegt hatte.